Pinterest Strategy

Pinterest Marketing: Der ultimative Leitfaden für Anfänger und Profis

In unserem Leitfaden „Pinterest Marketing für Unternehmen“ erfährst du, wie du Pinterest erfolgreich für dein Business nutzt. Ganz egal, ob du ein blutiger Anfänger oder erfahrener Pinner bist.

Obwohl monatlich über 250 Millionen Menschen Pinterest nutzen, um Inspirationen zu finden und zu tauschen, sind deutsche Unternehmen noch zögerlich. Dabei gibt es kaum eine bessere Plattform, um die eigenen Produkte zu präsentieren als Pinterest. Unser Leitfaden hilft dir mit den ersten Schritten und verrät dir die Handgriffe der Pinterest-Experten, um alles aus der Plattform herauszuholen. 

So wird dein Pinterest Marketing zum vollen Erfolg.

Nina Bungers Pinterest
Nina Bungers

Bei diesem Leitfaden stand uns Nina Bungers, Gründerin von Pinspiration, als Expertin zur Seite. Sie selbst bezeichnet sich als “Pinterest-süchtig” und im Gespräch mit ihr wird schnell klar: Sie untertreibt.

Nina brennt für die Plattform und die feinen Details, die erfolgreiches Pinterest Marketing ausmachen. Seit 4 Jahren berät sie erfolgreich Unternehmen und Selbstständige und zeigt ihnen, wie sie mit Pinterest Resultate erhalten. Pro Monat erreicht sie über Pinterest 6,4 Millionen Menschen.

Inhalt

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Wir empfehlen dir, unseren Leitfaden mit einem Lesezeichen zu markieren. So hast du ihn bei Fragen schnell griffbereit.

Was macht Pinterest Marketing interessant?

Das Wichtigste zuerst. 

Lohnt sich Pinterest für dich?

Eine gute Frage und Nina hat eine gute Antwort:

“Pinterest Marketing lohnt sich auf jeden Fall. Es ist eine wahnsinnige und oft unterschätzte Power-Möglichkeit im Online Marketing. Aktuell lenken vor allem Firmen Ihre Social-Media-Strategie auf Instagram, übersehen dabei aber all die Möglichkeiten, die Pinterest bietet.

Nina nennt in unserem Gespräch Pinterest in einem Atemzug mit Facebook und Instagram. Giganten ohne die kein Marketing mehr auskommt. 

Ist dieser Vergleich nicht etwas hoch gegriffen?

Vier Gründe, die zeigen, dass es das nicht ist:

Grund 1: Pinterest ist die Zukunft

Pinterest ist oft nur das Anhängsel am Ende einer Aufzählung von sozialen Netzwerken. Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat und Pinterest.

Dabei ist Pinterest gar kein soziales Netzwerk. Es ist eine visuelle Suchmaschine in der Nutzer Pläne, Ideen und Inspirationen speichern und teilen.

Zwar bietet die Plattform soziale Elemente, wie Folgen und Kommentieren, doch da enden die Gemeinsamkeiten auch. Und das ist Pinterests großer Vorteil.

Denn während soziale Netzwerke im Moment und der Vergangenheit leben, lebt Pinterest in der Zukunft. Auf Facebook und Instagram teilen wir, was wir erlebt haben. Auf Pinterest planen wir, was wir in der Zukunft erleben wollen.

Deshalb erreichst du mit Pinterest Marketing keine teilnahmslosen Smombies, die innerhalb von 3 Millisekunden von einem Beitrag zum nächsten springen. Du erreichst Menschen, die sich bewusst mit Inhalten auseinandersetzen.

Dies bedeutet, dass der geistige und emotionale Zustand eines Pinterest-Nutzers anders ist als der eines Instagram-Nutzers. Für Marken ist das der Unterschied zwischen verkaufen und nicht verkaufen.

Wenn du dich also fragst, ob du Pinterest Marketing nutzen sollst, dann frage dich, mit wem du interagieren willst.

Gruppe 1

Menschen, die passiv Content konsumieren, um den nächsten Mini-Dopamin-Kick zu erleben?

Gruppe 2

Menschen, die aktiv nach Inhalten und Produkten suchen, die du anbietest?

Und genau deshalb, liebe Leserinnen und Leser, ist Pinterest ein No-Brainer.

Grund 2: Pinterest ist Traffic

Pinterest 1

Als Marke spürst den den größten Unterschied zwischen Pinterest und sozialen Netzwerken im weitergeleiteten Traffic. Denn während Facebook und Instagram alles tun, damit Nutzer auf ihrer Plattform bleiben (größere Verweildauer = mehr Werbeeinnahmen), lebt Pinterest davon, dass Nutzer etwas tun. Selbst wenn sie dabei die Plattform verlassen müssen.

Warum will Pinterest, dass seine Nutzer etwas tun?

Pinterest will seine Nutzer Mehrwert abseits von Unterhaltung bieten. Und dazu müssen sie die Plattform verlassen. Denn Inspirationen sind nur dann wertvoll, wenn wir durch sie handeln.

Deshalb kannst du jeden Pin mit einem Link ausstatten. (Ein Pin ist wie ein digitales Lesezeichen und vergleichbar mit einem Post auf Instagram oder Facebook. Mehr dazu erfährst du in unserem Pinterest 1×1)

Einfacher gesagt: 

Pinterest ist eine Traffic-Maschine. 

Grund 3: Keine Viralität, keine Probleme

Das zentrale Element sozialer Netzwerke ist ihr Feed. Ein endloser Strom an Inhalten, kuratiert von Algorithmen und zugeschnitten auf unsere Bedürfnisse.

Pinterest nutzt ebenfalls Feeds, doch das Kernelement ist die Suchfunktion.

Statt passiv zu konsumieren, bewegen sich Nutzer aktiv durch die Plattform. Sie suchen, pinnen und kaufen. (In den Statistiken siehst du, dass das nicht nur so dahergesagt ist.)

Durch diese Mechanik gibt es auf Pinterest keine klassische Viralität, wie du sie kennst. Zwar gibt es Gruppenpinnwände, doch grundsätzlich werden Inhalte auf Pinterest weniger von Nutzer zu Nutzer weitergetragen, sondern eher durch den Suchalgorithmus und deine Vorlieben bestimmt.

Das kannst du als Nachteil sehen, aber auch als Vorteil.

Der offensichtliche Nachteil ist, dass du keine klassischen viralen Hits auf Pinterest landen kannst.

Der weniger offensichtliche Vorteil ist, dass du keine viralen Hits auf Pinterest landen musst.

Nina trifft den Nagel auf den Kopf:

Marken brauchen nicht viele Follower, um Geld zu verdienen. Wenn sie großartige Bilder liefern, großartig kommunizieren und mit ihrer Brand begeistern, dann werden sie ihre Ziele erreichen.

Nina Bungers

Unternehmen lieben Viralität, weil es ein magisches Zaubermittel ist, das all ihre Probleme löst. Ein viraler Hit ist für Unternehmen wie der große Durchbruch für Schauspieler. Doch auch wie dieser ist ein viraler Hit selten und nicht planbar.

Bei deinem Pinterest Marketing musst du keine Energie damit verschwenden, einen viralen Hit zu landen. Stattdessen kannst du dich darauf verlassen, dass sich konstante Bemühungen auszahlen werden.

Grund 4: Pinterest ist nachhaltig

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass Content eine erschreckend kurze Halbwertszeit hat. 

Wir konzeptionieren, entwickeln und feilen tagelang an einem Posts für Instagram oder Facebook. Und nach einem Tag sind sie vergessen, weil über Nacht mehr Content erschienen ist als ein Mensch in seinem ganzen Leben konsumieren könnte.

Umso interessanter ist diese Aussage von Nina:

Auf Pinterest hast du die Chance, immer wieder zu saisonalen Themen gefunden zu werden. Stichwort: Weihnachten.

Nina Bungers

Menschen suchen saisonal. Das heißt: Im Sommer wollen sie wissen, wie man die Hitze erträgt und im Winter, wie man Weihnachtsplätzchen bäckt. Und zwar jedes Jahr von Neuem.

Wenn du als Marke einen starken Pin zu einem saisonalen Thema erstellst, wird er von Jahr zu Jahr wiedergefunden.

Work smarter, not harder.

Pinterest aus der Sicht seiner Nutzer

Wenn du Pinterest verstehen willst, musst du es durch die Augen seiner Nutzer sehen.

Szenario 1

Theresa ist 27, wohnt in einer deutschen Großstadt, hat studiert und arbeitet bei einem städtischen Energieversorger in der Personalabteilung. Sie ist vor kurzem umgezogen und freut sich über ihre neue Wohnung mit eigenem Balkon. Seit den ersten warmen Tagen des Jahres überlegt sie, wie sie ihren Balkon in eine Outdoor-Oase verwandeln kann.

Theresa sucht Inspiration auf Pinterest.

Zuerst erstellt sie eine Pinnwand “Balkon Inspiration”. Auf dieser Pinnwand sammelt sie Balkone, die ihr gefallen. Um diese zu füllen, sucht sie nach “Balkon”, ist aber nicht zufrieden. Pinterest schlägt ihr vor, Begriffe wie “Gestaltung”, “DIY”, “Ideen”, “Sitzecke” oder “Deko” hinzuzufügen.

Das tut sie und nach 15 Minuten hat sie 10 Pins von Balkonen gefunden, die ihr gefallen. Alle sind in ihrer Pinnwand “Balkon Inspiration” gespeichert.

Mit einer Vorstellung davon, wie ihr Balkon aussehen soll, erstellt sie eine zweite Pinnwand. Diese heißt “Balkon Einkaufsliste”. Nun sucht Theresa nach Möbeln, Pflanzen und Dekorationen, die ihr in ihren Inspirations-Pins gut gefallen haben. Dabei sucht sie nach direkt nach den Produkten.

Gefällt ihr ein Pin speichert sie ihn in dieser Pinnwand, ihrem digitalen Einkaufszettel.

Nach weiteren 15 Minuten hat Theresa Paletten, Pflanzen, Sitzbeläge und einen Outdoor-Teppich gefunden. Praktisch für sie: Jeder Pin besitzt einen Link. So kann sie sie mit wenigen Klicks zu sich nach Hause bestellen.

Szenario 2

Marcel ist 29, wohnt ebenfalls in einer deutschen Großstadt und arbeitet freiberuflich als Marketing-Berater. Einer seiner Kunden will eine Marketing-Wissensdatenbank aufbauen, die Mitarbeitern hilft, sich in neue Themen einzuarbeiten.

Marcel nutzt Pinterest als Wissensdatenbank.

Marcel loggt sich in den Account des Unternehmens ein und erstellt Pinnwände zu verschiedenen Nischenthemen. Er erstellt Pinnwände wie “Social Media”, “Branding”, “Werbung”, “SEO” und so weiter.

Jetzt sucht er auf Pinterest nach verschiedenen Artikeln rund um Suchbegriffe die zu den Kategorien passen. So sucht er nach “Social Media Strategy” und findet in den Suchergebnissen passende Blogartikel und Infografiken. Marcel speichert die Pins, die interessant aussehen.

Nach 2 Stunden sind alle Pinnwände gut gefüllt. Nun geht Marcel in die Pinnwände und liest jeden einzelnen Artikel. Er sucht die besten Artikel und schmeißt den Rest raus.

Nach weiteren 2 Stunden präsentiert Marcel seinen Kunden eine kleine Wissensdatenbank mit relevanten Artikeln und Infografiken. Übersichtlich sortiert, leicht zu nutzen und ideal für Mitarbeiter, die sich weiterbilden wollen.

Zusätzlich lädt er alle Beteiligten zu einer Gruppenpinnwand, wo alle Mitarbeiter weiterhin hilfreichen Content sammeln können.

Dies sind nur zwei Beispiele, wie die über 250 Millionen aktiven Nutzer Pinterest monatlich nutzen.

Für welche Unternehmen eignet sich Pinterest Marketing?

Es herrscht ein großes Vorurteil gegenüber Pinterest:

„Das ist nur was für Mütter die zu viel Zeit haben und gern hübsche Bilder speichern.“

Das Vorurteil stammt aus den Anfangstagen von Pinterest. Mittlerweile zeigt sich aber, dass Pinterest weitaus mehr kann und Zugang zu kaufkräftigen Zielgruppen bietet.

Dennoch haben es einige Unternehmen leichter als andere bei ihrem Pinterest Marketing. Denn auf Pinterest funktionieren Marken besonders gut, die Lifestyle-Produkte verkaufen und diese visuell ansprechend aufbereiten können.

Anders ausgedrückt: Unternehmen mit schönen, anfassbaren Produkten haben es auf Pinterest leichter.

Die beliebtesten Branchen sind:

  • Food
  • Interior
  • Fashion
  • Beauty
  • Do it yourself
  • Reisen

Das ist jedoch keine Bekräftigung der gängigen Ausrede „Pinterest funktioniert für uns nicht“. Denn auch Pins zu Technologie und Lifehacks sind beliebt, was zeigt, dass eine breite Palette von Marken von Pinterest profitieren kann.

Nina bestätigt das:

Pinterest eignet sich nicht nur für Unternehmen mit anfassbaren Produkten aus Beauty und Interior. Meine Kunden sind bunt gemischt, sowohl vertikal als auch horizontal. Da ist alles dabei, von Influencern, Solopreneuren, E-Commerce, Big Playern, kleinen Labels bis hin zu Nischen-Unternehmen

Nina Bungers

Pinterest wächst derzeit in die Breite, wodurch sich der durchschnittliche Nutzer verändert. Und damit auch die Unternehmen, die Pinterest Marketing erfolgreich nutzen können.

Wenn du dich fragst, ob dir Pinterest Marketing helfen kann, deine Ziele zu erreichen, solltest du dich folgendes fragen:

Kann ich mein Produkt visuell so gestalten, dass es Nutzern auf Pinterest bei ihrer Zukunftsplanung hilft?

Tipp: Pinterest wird nicht nur als Inspirationsquelle für private Zukunftspläne genutzt. Wie unser Szenario 2 zeigt, eignen sich Pinnwände hervorragend für Projekt- und Wissensmanagement. Deshalb findest du neben Infografiken auch viele Best Practice Pins, die Wissen und Ideen vermitteln. Besonders als Blogger oder Unternehmen ohne anfassbares Produkt kannst du so nachhaltig Traffic generieren. Stichwort: SAAS.

Daten und Fakten zu Pinterest und Pinterest Marketing

Kommen wir zu den Daten und Fakten. Diese helfen dir, die Demografie der Nutzer zu verstehen und zu entscheiden, ob du Pinterest Marketing testen willst.

Pinterest Nutzer

Pinterest ist längst nicht mehr Nische. Ende 2018 verzeichnete die Plattform 250 Millionen aktive Nutzer weltweit. Laut Statista waren es im April 2019 bereits 291 Millionen.

Ganze 16% Wachstum in gerade einmal 3 Monaten.

Für Deutschland gibt es leider keine offiziellen Zahlen. Schätzungen liegen zwischen 8,3 und 11,2 Millionen Nutzern. Andere Quellen geben 5 Millionen aktive Nutzer an.

Pinterest Demografie

Achtung: Es ist schwierig bis unmöglich, verlässliche demographische Daten über Pinterest-Nutzer in Deutschland zu finden. Die folgenden Werte beziehen sich auf die weltweite Verteilung, die aktuell von amerikanischen Nutzern dominiert wird.

Die gute Nachricht: 80% von Pinterest Wachstum findet aktuell außerhalb der USA statt. Das heißt, dass wir in Deutschland vermutlich bald ähnliche Verteilungen sehen werden.

Der Anteil von Pinterest-Nutzern an der Gesamtzahl der Internetnutzer:

  • 36% aller 18- bis 29-Jährigen
  • 35% aller 30- bis 49-Jährigen
  • 28% aller 50- bis 64-Jährigen
  • 15% aller über 65-Jährigen

Hinweis: Die Zahlen sind der Anteil von Pinterest-Nutzer an der Gesamtzahl der Internetnutzer. Nicht der Anteil an der Gesamtzahl der Menschen. 

Das bedeutet: Pinterest spricht wie soziale Netzwerke vor allem junge Menschen an. Dennoch weiß die Plattform auch, wie sie ältere Generationen begeistert.

Was du sicherlich bereits weißt, ist, dass Frauen Pinterest derzeit dominieren. 60% Frauen stehen 40% Männern gegenüber.

Aktuell melden sich jedoch mehr Männer an als Frauen.

Pinterest Männer

Pinterest ist lukrativ

Der absolute Kracher:  

  • 93% der Nutzer nutzen Pinterest, um Kaufentscheidungen zu planen.
  • 86% der Nutzer nutzen Pinterest, um große und kleine Lebensereignisse zu planen.
  • 68% der aktiven Nutzer haben über Pinterest bereits neue Marken und Produkte entdeckt.
  • Aktive Pinner verbringen 34 Minuten pro Besuch auf Pinterest. (Das ist eine Minute mehr als auf Facebook.)
Pinterest Omega

Du siehst, Pinterest Marketing ist ein Bananensplit mit fetter Schokoglasur. Und hier kommt die Sahne:

73% der Nutzer sagen, dass Pins von Unternehmen Pinterest nützlicher machen. 

Klartext: Dreiviertel aller Nutzer findet Werbung auf Pinterest nützlich.

Erzähl das mal deinem Social Media Manager, die sich jeden Tag abrackert, um möglichst versteckt die eigenen Produkte zu bewerben.

Wie du einen Pinterest Account für dein Unternehmen anlegst

Einen Pinterest Account für dein Unternehmen zu erstellen, ist simpel. Es gibt zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Du hast noch keinen Pinterest Account

  1. Gehe auf die Startseite und klicke im Popup unten auf “Unternehmenskonto einrichten”
  2. Trage deine geschäftliche E-Mail ein, lege ein Passwort fest und klicke auf “Konto einrichten”
  3. Trage deine Informationen ein und verknüpfe bestehende Accounts.
  4. Bestätige deine E-Mail-Adresse

Pinterest Account erstellen

Möglichkeit 2: Du hast bereits einen privaten Pinterest Account

  1. Logge dich in deinen privaten Account ein und klicke anschließend auf die drei Punkte oben rechts
  2. Trage deine Informationen ein und verknüpfe bestehende Accounts
Privater Account vorhanden

Vergiss nicht, ein passendes Profilbild zu wählen. Dieses sollte dein Logo sein oder etwas, das dein Publikum erkennt. Füge auch relevante Keywords zu deiner Profilbeschreibung hinzu.

Wenn du zwischen privatem und beruflichem Profil wechseln willst, klicke oben in der rechten Menüleiste auf deinen Namen. Jetzt erscheint ein Dropdown-Menü. Hier kannst du bequem zu einem anderen Account wechseln, dein Profil ansehen oder einen neuen Account hinzufügen.

Das Pinterest 1x1

Kommen wir zu den grundlegenden Funktionen von Pinterest.

Die Pinterest-Suche

Die Suche ist das Herzstück von Pinterest. Denn Pinterest ist weniger soziales Netzwerk als Suchmaschine für Bilder und Grafiken.

Wenn ein Nutzer nach “gelbe Sneaker” sucht, findet Pinterest tausende Pins die zu dieser Suche passen. Gepinnt von Unternehmen, Online Shops, Influencern, Magazinen, Blogs, Nutzern etc.

Pinterest Suche
Suchfunktion

Wie Google, nutzt auch Pinterest Predictive Search. Das bedeutet, dass, während du tippst, Pinterest automatisch Suchphrasen vorschlägt, nach denen du wahrscheinlich suchen willst. Dies erleichtert Nutzern die Suche und hilft dir, passende Keywords zu recherchieren.

Eine weitere Gemeinsamkeit: Wie auch auf Google kannst du auf Pinterest nach ähnlichen Bildern suchen. Das geht mit der Pinterest Lens in der App oder dem Pinterest Button. Sobald du ihn installiert hast und du über ein Bild auf einer Webseite fährst, klicke einfach auf das Sucher-Symbol in der oberen rechten Ecke des Bildes. Wenige Sekunden später findest du Pins, die diesem Bild ähnlich sehen.

Predictive Search

Ein Unterschied zu Google: Pinterest präsentiert seine Suchergebnisse nicht in Seiten sondern in einem Infinity Feed. Kein Klicken notwendig. Scrollen genügt.

Keyword-Vorschläge

Sobald du ein wenig scrollst, schlägt Pinterest automatisch neue Keywords vor. Per Klick fügt sie der Nutzer zu seiner Suchanfrage hinzu und sieht die angepassten Suchergebnisse.

Die Mischung aus Predictive Search und vorgeschlagenen Keywords, die per Mausklick hinzugefügt werden können, macht die Suche mit Pinterest tatsächlich etwas einfacher als mit Google.

Pins

Neben der Suche, sind Pins ein weiteres Kernelemente von Pinterest.

Pins ähneln einem Post auf Instagram und doch sind sie ganz anders. Ein Pin besteht aus:

  • Bild
  • Titel
  • Beschreibung
  • Link zur Webseite

Als Marke musst du Pins erstellen, um gefunden zu werden, Traffic zu erzeugen und Produkte zu verkaufen. Dafür gibt es 4 Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Merke dir einen anderen Pin

Diese Funktion wird eher von privaten Nutzern genutzt. Als Marke kannst du mit fremden Pins aber deine eigenen Pinnwände aufwerten.

Wenn du einen Pin gefunden hast, den du pinnen willst, fahre mit deinem Mauszeiger über ihn oder tippe ihn in der Pinterest App an. Klicke auf “Merken”. Nun öffnet sich ein Menü in dem du auswählen kannst, auf welcher deiner Pinnwände der Pin gemerkt werden soll.

Möglichkeit 2: Erstelle einen Pin mit einem Bild, das du online gefunden hast

Pinterest biete einen Button für deinen Browser. Mit diesem ist es leicht, Pins mit Inhalten aus dem Netz zu erstellen.

Sobald du den Button installiert hast und ein Bild findest, dass du pinnen willst, klicke den Button in deinem Browser oder fahre über das Bild und klicke auf den Button der auf dem Bild erscheint.

Falls du den Button in deinem Browser geklickt hast, taucht eine Liste mit allen Bildern der Webseite auf. Wähle das aus, welches du pinnen willst, füge einen Titel, eine Beschreibung hinzu und wähle die Pinnwand, auf der du den Pin speichern willst.

Pinterest Merken Button
Bild von anderer Webseite pinnen

Möglichkeit 3: Erstelle einen Pin mit einem eigenen Bild

Wenn du dein Pinterest Marketing ernst nimmst, dann brauchst du eigenen Content.

Um einen Pin mit einem Bild von deinem Computer zu erstellen, klicke unten rechts auf das Plus-Symbol und anschließend auf “Einen Pin erstellen”.

Eigenen Pin erstellen

Ziehe dein Bild in die graue Fläche oder klicke darauf, um es auf deinem Computer zu suchen. Vergebe nun Titel und Beschreibung und füge einen Link hinzu.

Ein weiteres Feature: Neuerdings kannst du Bilder, die du hochlädst, direkt in Pinterest bearbeiten. Wenn du einen neuen Pin erstellst und ein Bild hochgeladen hast, klicke auf das Stift-Symbol. Nun öffnet sich ein Menü und du kannst ein Logo hinzufügen, das Bild beschneiden und Text hinzufügen. 

Wichtig: Befolge die Best Practices beim Erstellen eines Pins.

Pin erstellen
Pin erstellen

Möglichkeit 4: Rich Pins

Rich Pins sind die Geheimwaffe in jedem Pinterest-Arsenal.

Rich Pins sind mit Metadaten angereicherte Pins. Das heißt, dass sie für Nutzer mehr Informationen als bloß Titel, Beschreibung und Bild bereithalten. Es gibt in Deutschland drei Arten von Rich Pins:

  • Produkte: Dieser Pin enthält Preis und Verfügbarkeit eines Produktes
  • Rezepte: Bei diesem Pin sehen Nutzer mit einem Klick Zutatenliste und Zubereitungszeit
  • Artikel: Bei diesem Pin sehen Nutzer Autor, Überschrift und Beschreibung eines Artikels
Rich Pin
Rich Pins

In den USA gibt es derzeit auch Rich Pins für Apps. Diese bieten einen Button, über den du die App bequem installieren kannst.

Um Rich Pins zu nutzen, musst du zuerst die entsprechenden Metadaten zu deiner Seite hinzufügen. Wie das für Produkt Rich Pins geht, erfährst du hier.

Anschließend musst du deine Seite für Rich Pins verifizieren. Füge irgendeine URL, auf der du obige Metadaten hinzugefügt hast, und verifiziere sie hier.

Pinnwände

Pinnwände sind digitale Ordner, auf denen Nutzer Pins merken. Du kannst sie dir wie eine echte Pinnwand vorstellen, auf Nutzer Ideen speichern und sortieren.

Als Nutzer speicherst du deine Ideen, Inspirationen und Pläne in Pinnwänden.

Als Marke nutzt du Pinnwände, um deine Produkte zu präsentieren, sodass Nutzer leicht finden, was sie suchen.

Angenommen du hast einen Online Shop für Bücher. Dann würdest du Bücher aus deinem Shop ansprechend fotografieren und in Pinnwände sortieren, die dem Genre entsprechen.

So hättest du eine Pinnwand für:

  • Krimi/ Thriller
  • Horror
  • Fantasy
  • Science Fiction
  • usw.
Pinnwände
Pinnwände

Natürlich hört es hier nicht auf. Du kannst auch Pinnwände mit den besten Büchern aus 2019 erstellen. Oder eine Pinnwand mit den schönsten Covern.

Erstelle Pinnwände immer nach Nischenthemen, nach denen Menschen suchen. So gehen deine Pins nicht in allgemeinen Oberthemen unter, sondern werden gefunden und gerepinnt.

Wenn du wissen willst, welche Themen aktuell stark auf Pinterest sind, stöbere doch mal im Pinterest Trend Report.

Pinterest Feeds

Pinterest bietet ähnlich wie Facebook und Instagram einen Feed. Genauer gesagt drei.

Der Smart Feed

Der Smart Feed ist die Startseite von Pinterest und ähnelt der Explore-Seite von Instagram. Die Pins, die du hier siehst, basieren auf deinen Interessen, deinem Suchverhalten und deiner Aktivität.

Dein Smart Feed wird jedes Mal neu gestaltet, sobald du ihn verlässt.

Aus diesem Mix setzt sich der Smart-Feed zusammen

  • Pins von Nutzern, denen du folgst (Following Pool)
  • Ähnliche Pins (Related Pool)
  • Pins, die auf deinen Interessen basieren, angegeben bei der Erstanmeldung (Interest Pool)
  • Promoted Pins
  • Pinterest-Creator-Empfehlungen (von Pinterest gesteuert)

Ob ein Pin im Smart Feed auftaucht, hängt von seiner Popularität ab. Diese misst Pinterest in Repins. Pins die gerepinnt werden, werden also weiterempfohlen.

Der Folge-Feed

Auf Pinterest kannst du Accounts folgen. Tust du das, siehst du in deinem Folge-Feed, was dein Netzwerk pinnt. Ähnlich wie im Newsfeed von Facebook.

In deinem Folge-Feed findest du oben rechts einen Button, bei dem du dich von ähnlichen Seiten inspirieren lassen kannst.

Folge Feed
Der Folge-Feed

Der Explore-Feed

Auf amerikanischen Blogs finden sich immer wieder Beschreibungen des Explore-Feeds. Dieser soll Nutzer für neue Themen inspirieren, die derzeit im Trend sind. Der Unterschied zum Smart Feed ist, dass dieser auf den Interessen des Nutzer basiert. Der Explore Feed basiert jedoch auf den Interessen aller Nutzer.

Aktuell scheint es dieses Feature noch nicht in Deutschland zu geben oder zumindest noch nicht für alle Nutzer.

Pincodes

Pinterest besitzt sogenannte Pincodes. Das sind erweiterte QR Codes, mit denen du in der Offline-Kommunikation Menschen auf dein Profil oder eine Pinnwand lenken kannst. Dies hilft Marken bei der Auswertung von Out of Home-Kampagnen, Flyern und anderen traditionellen Werbemitteln.

Nutzer scannen den Pincode mit der Kamerafunktion in der Pinterest App ihres Smartphones.

Du kannst Pincodes in der Smartphone App von Pinterest erstellen.

Dies funktioniert so:

  1. App öffnen
  2. Profil oder Pinnwand suchen, auf die du verlinken willst
  3. Bei Profil: Auf Profilbild tippen
  4. Bei Pinnwand: Auf “Teilen” tippen und anschließend auf “Pincode”
Pin Codes

Pinterest Lens

Ein spannendes Feature bietet Pinterest mit der Pinterest Lens, der App-internen Kamerafunktion. Stell es dir vor wie Shazam für Dinge, die du im Alltag fotografierst.

Sobald du ein Objekt mit der Pinterest Lens fotografierst, werden dir verwandte und dazu passende Pins angezeigt. Fotografierst du zum Beispiel eine Zutat, dann liefert dir Pinterest passende Rezepte.

Willkommen in der Zukunft!

Wie du deine Ziele mit Pinterest Marketing erreichst

Wenn du als Marke von Pinterest Marketing profitieren willst, musst du zwei Dinge erreichen:

Erstens

Auf Pinterest gefunden werden.

Zweitens

Die Aufmerksamkeit so nutzen, dass du deine Marketingziele erreichst.

Deine Strategie muss beide Punkte abdecken und fängt am Ende an.

Welche Ziele willst du mit Pinterest erreichen?

Brauchst du mehr Traffic, mehr Conversions, mehr Engagement, mehr Awareness?

Anschließend musst du herausfinden, wie du die Plattform nutzt, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir haben hier bereits darüber geschrieben, wie du eine Strategie für Social Media entwickelst. Zwar ist Pinterest kein soziales Netzwerk, doch die Schritte, um eine Strategie zu entwickeln, sind die gleichen.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

  1. Lerne dein Publikum kennen
  2. Lege deine Ziele fest
  3. Lass dich von deiner Konkurrenz inspirieren
  4. Schmiede deinen Plan
  5. Gib ihnen was sie wollen. Gratis

Wenn du als Marke Pinterest bisher nicht genutzt hast, keine Sorge. Du musst das Rad nicht neu erfinden.

Nina dazu:

“Eine Strategie für Pinterest zu entwickeln ist ähnlich wie für einen Blog. Es ist ein klassischer Marketingprozess. Du musst dein Thema kennen, deine Zielgruppe, eine spannende Bildsprache entwickeln und einen Weg finden, deinen USP herauszuarbeiten, um sie zu erreichen.”

Nina Bungers

Taktiken für dein Pinterest Marketing

Taktik 1: Masse mit Klasse und Best Practice Pins

Starbucks trumpft mit hochwertigem Content

Wenn du Facebook oder Instagram nutzt, kennst du die alte Social-Media-Faustregel: 1 Post pro Tag.

Pinterest funktioniert jedoch grundlegend anders. Die Aufmerksamkeit wird zwar auch durch einen Algorithmus gesteuert, doch hauptsächlich entscheidet das Suchverhalten der Nutzer darüber, was gefunden wird und was nicht. Deshalb solltest du lieber einmal zu oft pinnen als einmal zu wenig. 

Das ist natürlich kein Freifahrtschein für schlechten Content.

 

Wenn du Pinterest Marketing erfolgreich umsetzen willst, musst du regelmäßig hochwertigen Content produzieren und pinnen. Untergrenze ist “so viel du kannst” und Obergrenze “soviel du kannst, ohne, dass die Qualität leidet.”

Nina empfiehlt 5 Pins pro Tag.

Ziel deiner Pins sollte sein, dass sie gerepinnt werden. Das heißt, dass ein Nutzer den Pin auf seiner eigenen Pinnwand speichert. Je mehr Repins, desto wertvoller der Pin, desto eher wird er in Suchergebnissen angezeigt.

In Repins steckt die ganze Macht deines Pinterest Marketings. Du kannst auf Pinterest problemlos ohne viele Follower auskommen, aber nicht ohne Repins.

Deshalb sind Mehrwert und Ästhetik der Treibstoff deiner Traffic-Maschine.

Da viele Unternehmer glauben, ihre komplette Strategie steht und fällt mit den perfekten Zeiten und Wochentagen zum Pinnen, hier eine gute Faustregel:

Pinne zu Zeiten, in denen deine Zielgruppe nicht arbeitet. Pinterest ist Inspiration und keine Ablenkung.

Viel entscheidender als die richtige Tageszeit, ist das richtige Format deiner Bilder

Pinterest empfiehlt:

  • Größe: 1.000 x 1.500 Pixel
  • Seitenverhältnis: 2:3

Pins mit einem größeren Seitenverhältnis als 2:3 werden evtl. in Feeds abgeschnitten.

Du brauchst gute Pins und gute Pins brauchen Aufmerksamkeit und Zeit. Doch keine Sorge, nicht alle deine Pins müssen von dir selbst stammen.

Nina empfiehlt:

Ich empfehle immer 80% eigenen Content und 20% kuratierten Content zu posten. Der kuratierte Content sollte dich nicht kannibalisieren, sondern deinen Kosmos erweitern.

Nina Bungers

Ein weiterer Tipp: Text auf einem Pin ist wichtig, jedoch solltest du es nicht übertreiben.

Taktik 2: Denke in Nischen

Bevor du Pinnwände anlegst, musst du wissen, wie Menschen suchen.

Nina dazu:

Pinterest funktioniert sehr nischig. Pinnwände müssen so angelegt werden, wie Menschen suchen. Nicht in großen Oberthemen, sondern Unterthemen,  konkret und nischig. Sie wollen mit deinen Pins ihre Zukunftspläne realisieren.

Nina Bungers

Angenommen, du verkaufst online Blumen. Auf deinem Pinterest Account solltest du also keine Pinnwand “Blumen” erstellen. Arbeite stattdessen mit “Blumen Hochzeit”, “Blumen Balkon”, “Blumen Pflege”.

Je konkreter du bist, desto öfter werden deine Inhalt gefunden und gerepinnt.

Taktik 3: Mach deine Webseite "pinnable"

Füge auf deiner eigenen Seite den Merken-Button von Pinterest hinzu. Das erlaubt deinem Publikum, Bilder direkt von deiner Seite zu pinnen. Dadurch werden deine Besucher zu Mini-Markenbotschaftern, die deinen Content in ihren Pinnwänden präsentieren.

Und diese Pinnwände werden von anderen Nutzern gefunden.

Hier findest du einen Guide, wie du den Button hinzufügen kannst und deine Besucher in Markenbotschafter verwandelst.

Taktik 4: Arbeite mit Experten von Fiverr

Wenn du willst, dass deine Marke von Pinterest profitiert, dann musst du am Ball bleiben.

Das heißt:

  • regelmäßig posten
  • hochwertige Pins erstellen
  • Pinnwände kuratieren
  • recherchieren
  • Zeit und Energie investieren
Tausende Pinterest-Experten warten auf dich

Du kannst nicht eben mal einen Account anlegen, einen Monat Content posten und dann hoffen, dass das Traffic-Wunder geschehen ist.

Erfolg auf Pinterest braucht Konsistenz.

Eine schwierige Situation für kleinere Marken. Sie können es sich nicht leisten, drei Monate in einen Kanal zu investieren, nur um dann festzustellen, dass er für ihre Branche, Nische oder Produkt nicht funktioniert.

Ein Kompromiss ist, die Aufgaben auszulagern.

Auf unserem Marktplatz für digitale Dienstleistungen findest du tausende Freelancer, die dir helfen können, Pinterest für dein Unternehmen nutzen. Innerhalb von 5 Minuten hast du einen passenden Freelancer gefunden, gebucht und das Projekt “Pinterest” in gute Hände übergeben.

Unsere Freelancer helfen dir mit:

Taktik 5: Nutze Rich Pins

Wenn du als Marke keine Rich Pins nutzt, verschwendest du deine Zeit.

Taktik 6: Nutze Pinterest-Werbeanzeigen

Pinterest bietet jedem Business-Account die Möglichkeit, Pins zu promoten. Und diese Möglichkeit solltest du nutzen.

Wie auch in anderen Werbeanzeigen-Managern hast du die Möglichkeit, verschiedene Ziele für deine Werbekampagnen auszuwählen.

  • Brand Awareness
  • Traffic steigern
  • Conversions
  • Videoaufrufe
  • App Installationen

Die Erstellung von Kampagnen ist wie auch bei Facebook und Instagram kinderleicht. 

Gehe in deinen Business Account, klicke oben links auf „Anzeigen“, dann „Anzeige erstellen“ und folge dem Menü.

Taktik 7: Kreiere einen Look

Wie auch auf Instagram, brauchst du auf Pinterest einen einheitlichen Look. Dieser unterstützt deine Marke und hilft Pinnern, sich an dich zu erinnern.

Dein Look muss zu deiner Markenidentität passen und damit auch zu deiner Webseite.

Worauf du achten solltest:

  • Farbpalette
  • Schriftarten
  • Designmuster

Mit Pinnwand-Covern schaffst du schnell einen einheitlichen Look auf deinem Profil. Pinnwand-Cover sind wie Story Cover auf Instagram. Ein kleines Vorschaubild, welches du zu einer Pinnwand hinzufügen kannst.

Pinnwand-Cover sollten 217 x 147 Pixel groß sein und keinen Text enthalten.

Natürlich musst du nicht unbedingt Cover erstellen. Du kannst auch Fotos nutzen, um einen einheitlichen Look zu transportieren.

So wie Nina:

Nina Pinterest
Einheitlicher Look

Taktik 8: Pinterest SEO

Wusstest du, dass Pinterest einige Ex-Googler beschäftigt? Das bedeutet, dass Suche ein Grundpfeiler von Pinterest ist. Und damit Suchmaschinenoptimierung.

So wie du deinen Content in deinem Blog oder auf deiner Homepage für Google optimierst, musst du deinen Content auf Pinterest für Pinterest optimieren.

SEO Grundlagen für Pinterest:

  • Webseite hinter einem Pin muss funktionieren
  • Inhalt hinter einem Pin muss mit Pin übereinstimmen
  • Webseite muss vertrauenswürdig sein und kein Spam

Kurz: Nutzer die auf deinen Pin klicken, müssen finden, was sie erwarten.

Deine Pins müssen Titel und ausgefüllte Beschreibungen besitzen. Verwende in Titel und Beschreibung Keywords, die deine Zielgruppe bei der Suche verwendet.

Sorge dafür, dass deine Pins gerepinnt werden. Das heißt, achte auf Qualität und Mehrwert.

Nina empfiehlt außerdem:

Nutze Hashtags, vor allem Longtail Hashtags. Best Practice sind 5 pro Pin. 20 sind zwar möglich, wirken aber spammy. Ich empfehle immer, die Pinterest-Suche zu nutzen, um eigene Hashtags zu recherchieren

Nina Bungers

 

Zwar sind in Beschreibungen keine Links möglich, nenne trotzdem deine Marke. Nina empfiehlt 2 bis 3 Sätze mit Keywords und einem starken Call to Action am Schluss.

SEO Tricks von der Expertin

Plugin für Metadaten:

Wenn du WordPress nutzt, solltest du das Plugin Tasty Pins installieren. Mit diesem kannst du Metadaten für deine Webseite festlegen. Damit werden Pins, die von deiner Seite kommen, automatisch mit den notwendigen Inhalten ausgestattet und leichter gefunden.

Keywords finden und platzieren:

Über die Pinterest-Suche kannst du schnell und unkompliziert Keywords finden.

Platziere Keywords so oft wie du kannst. In Pins, Pinnwänden, Beschreibungen, Titeln, Ordnern und vor allem in deinem Profil. Vermeide Keyword Stuffing. Das heißt, lieber 5 relevante Keywords als 20 die irgendwie passen. Achte auch darauf, dass Keywords nützlich und lesbar sind.

Hashtags:

Anders als auf anderen Plattformen sollten Hashtags auf Pinterest immer konkret sein. Das heiß, lieber #springfashion als #ilookterribleinhats.

Konsistenz:

Pinterest analysiert deine Bilder. Deshalb sollte der Inhalt deines Pins immer zum Bild passen.

Verifiziere deine Webseite:

Verifiziere deine Webseite hier. Pins von verifizierten Webseiten werden bevorzugt platziert und enthalten dein Profilbild. Das sorgt für mehr Aufmerksamkeit im Feed.

Melde dich für Rich Pins an:

Weiter oben haben wir schon über Rich Pins geschrieben. Nutze die Möglichkeiten, die Pinterest dir hier bietet. Hier ist eine Anleitung für deine Entwickler, wie sich Rich Pins implementieren lassen. 

Studiere großartige Pins

Nutze die Plattform und analysiere, was andere pinnen. Finde heraus, was sie gut machen, was nicht und kopiere ersteres und vermeide letzteres. 

Best Practice Pin

Typische Fehler im Pinterest Marketing

Je früher deine Marke Pinterest für sich nutzt, desto besser. Dennoch solltest du dich nicht blindlings hineinstürzen. Nina sieht auf Pinterest immer wieder dieselben Fehler, die Marken wertvollen Traffic und Conversions kosten.

Typische Fehler:

  • Leere Pins
  • Fehlende Metadaten auf Webseiten
  • Keine Rich Pins
  • Webseite passt nicht zu Pin
  • Marken testen neue Funktionen nicht

Pinterest ist deine Chance

Da draußen planen 290 Millionen Menschen große und kleine Lebensereignisse mit Pinterest. Und du kannst ihnen dabei helfen. Natürlich nur, wenn du Pinterest Marketing für dein Unternehmen testest.

Mit dem Wissen aus unserem Leitfaden weißt du alles, was du wissen musst, um loszulegen. Doch wie auch bei Social Media Marketing gilt:

Es gibt Faustregeln, am Ende musst du aber selbst herausfinden, was für deine Marke und deine Zielgruppe funktioniert und was nicht.

Jedoch gibt es keine bessere Zeit als jetzt, um genau das zu tun. Pinterest ist noch ein Hidden Champion im Marketing Mix, wächst aber unaufhaltsam. Wenn du jetzt einsteigst, wird das deine Konkurrenz in zwei Jahren mächtig ärgern.

Happy pinnin’!

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