Female Artist Salon Freelancerin

Was es bedeutet, Freelancerin zu sein [Interview]

Plötzlich scheint jeder über Freelancing zu sprechen. Und wir verstehen das. Freiheit, Projektvielfalt und Flexibilität sind nur einige Gründe, wieso auch wir Freelancing lieben. Jedoch ist Freelancing weitaus mehr als das.

Zwischen all der Euphorie und den vielen Vorteilen, geht der vielleicht wichtigste Punkt oft unter. Denn was all die Artikel und Blog Posts vergessen, ist: Freelancing ist mehr als eine Karriere.

Doch was bedeutet das genau?

Um es kurz zu machen: Freelancer zu sein, ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung für einen Lifestyle. Einen sehr bestimmten Lifestyle.

Wir könnten euch erzählen, was das bedeutet. Doch stattdessen haben wir die gefragt, die es am Besten wissen.

Kreative Freelancerinnen.

Auf unserem Female Artist Salon haben wir kreative Freelancerinnen aus Berlin eingeladen, zu netzwerken und sich auszutauschen. Dabei haben wir ihnen eine wichtige Frage gestellt:

Was bedeutet es für dich, Freelancerin zu sein?

Female Artist salon

Ihre Antworten:

Freelancerin zu sein bedeutet, über den Tellerrand hinauszublicken

Freelancer genießen vor allem ihre Projektvielfalt. Ständig neue Projekte bedeutet aber auch ständig wechselnde Kunden. Und damit auch ständig neue Probleme.

Diese Vielfalt fordert. Bietet aber auch einiges. Wer immer wieder Lösungen für neue Probleme finden muss, muss zuerst lernen, über seinen Tellerrand hinauszublicken.

„Als Angestellte war ich fest an Brand-Richtlinien gebunden. Als Freelancerin bin ich das zwar auch, doch der Kontakt mit unterschiedlichen Kunden, hat meinen Horizont erweitert. Das erlaubt mir, öfter über den Tellerrand hinauszublicken.“

Freelancerin zu sein, bedeutet Freiheit

Frage 10 Freelancer, was sie an ihrem Job am meisten lieben und du erhältst 10 Mal dieselbe Antwort.

Freiheit.

„Als Freelancer kann ich arbeiten wann und wo ich will. Jeder Tag ist wie eine leere Leinwand. Ich kann sie füllen, wie ich will.“ Maria-Ines Chevallier – Freelance Grafikdesignerin

„Ich arbeite nur, wenn es passt. Niemand kann mich zwingen, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein sein. Wenn ich mitten in der Nacht aufwache und arbeiten will, dann tue ich das einfach.“ Rosalba Porpora – Freelance Grafikdesignerin

Freelancerin zu sein, ist beängstigend

Aus der Ferne wirkt das Leben als Freelancer wie ein sonniger Nachmittag in der Hängematte. Das stimmt nicht ganz. Denn die Freiheit, die Freelancer so lieben, hat ein Preisschild.

Die große Ungewissheit.

Nicht jeder ist dafür gemacht, mit dieser Ungewissheit umzugehen. Wann kommt das nächste Geld? Wie viel wird es sein? Werde ich mir dieses Jahr einen Urlaub leisten können? Was mache ich, nachdem ich dieses Projekt erledigt habe?

Angestellte planen in Jahren; Freelancer planen in Monaten.

„Manchmal ist es beängstigend, aufregend, überwältigend und frustrierend. Doch das ist es wert.“ Marie-Ines

Freelancerin zu sein, bedeutet Zusammenhalt

Als Freelancer hast du kein festes Team. Oftmals nicht einmal ein festes Büro. Dennoch bist du nie allein.

Das mag paradox klingen, doch erfolgreiche Freelancer haben gelernt, nicht mehr allein zu sein. Sie haben ein Netzwerk auf das sie sich verlassen können. Ein Ort voller Gleichgesinnter die sich helfen, unterstützen und inspirieren. Dieser Zusammenhalt ist ein entscheidender Teil im Leben eines Freelancers.

„Es ist wichtig, eine Community zu bilden. Sein Wissen zu teilen, zu helfen und über Probleme zu sprechen. Als Freelancer denkst du oft, dass du allein bist. Aber so ist es nicht.“ Elenia Beretta – Freelance Illustratorin

„Als Freelancerin treffe ich ständig neue Menschen. Das ist toll, denn so habe ich eine Community, die mich wirklich inspiriert.“ Maria-Ines

Freelancerin zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen

Der wichtigste Punkt. Denn ohne Verantwortung, keine Freiheit.

Auch nicht für Freelancer.

Freiheit ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bedeutet Freiheit, dass du tun und lassen kannst, was du willst. Doch wenn du tust und lässt, was du willst und das dein Business nicht unterstützt, wirst du die Freiheit bald verlieren.

Ohne neue Kunden, keine neuen Aufträge, kein Geld, keine Freiheit. Freelancer erkennen schnell, dass sie ihre Freiheit bezahlen müssen und sie dafür Verantwortung übernehmen müssen.

Für sich und ihr Business.

„Als Freelancerin genieße ich Freiheit, übernehme gleichzeitig aber Verantwortung. Ich muss meinen Tag organisieren, damit ich meine Deadlines halten kann. Das erfordert Disziplin.“ Elenia

(Psst: Hier findest du kinderleicht neue Kunden)

Und nun zu dir. Was bedeutet es für dich, Freelancer zu sein? Schreib es in die Kommentare.

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